LBU besichtigt Sanierungsprojekt der Wohnbau
Die Besichtigung der Chiron-Siedlung als Beispiel einer energetischen Sanierung älterer Wohnbebauung mit Frau Rita Hilzinger, Geschäftsführerin und Michael Heim, Leitender Architekt der Wohnbau stand auf dem Programm der Liste Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU) bei der letzten Vollversammlung.
Im Rahmen des Klimapfads der Wohnbau, an dessen Ziel sie in ihrem Gebäude-Sektor bis 2029 klimaneutral werden möchte, wurden die die 10 fast baugleichen Häuser mit fast 60 Wohnungen klimagerecht saniert. D azu gehören Photovoltaik-Anlagen, die in Kooperation mit den Stadtwerken als Mieterstrommodell Strom an die Mieter zum Eigenverbrauch liefern.
Auch die Umstellung auf Pellets-Heizungen, Fassadendämmung, Erneuerung der Fenster und Erweiterung der Wohnflächen durch Dachausbau. Planung und Realisation erfolgte nach Wettbewerb durch ene renommierte Sanierungsfirma und ist ein vielbeachtetes Leuchturm - Projekt, das auf großes überregionales Interesse stößt. 40% der Kosten wurden durch Bundesmittel gefördert. Ein weiteres Projekt des Klimapfads ist das Gebäude in der Bodensee Straße 37 mit Dämmung und Fassaden-Photovoltaik, erklärte die Geschäftsführerin.
Anschließend stellt Frau Hilzinger die Wohnbau vor, das ein 1941 gegründetes gemeinnütziges Unternehmen zur Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten ist. Der Wegfall der Gemeinnützigkeit durch Gesetzesänderungen 1991 ermöglichte auch andere Projekte wie dem Bau von einem Kino, Kindergärten, Gewerbeflächen, Hotels oder Gastronomie. Das Kerngeschäft stellt aber weiterhin das Vernieten und schaffen von Wohnungen in einem schwierigen wirtschaftlichem Umfeld dar.
Man war sich einig, dass Projekte wie das Kronenareal mit dem neuen Dreikronenhof lange Baubrachen in der Innenstadt bedeutet hätten ohne die Wohnbau. Die LBU-Versammlung begrüßte es, dass die Wohnbau nie ihren Wohnungsbestand verkauft hat - wie etliche andere Wohnungsgesellschaften, sondern den Gebäudebestand gehalten hat. Der LBU brachte auch ihr Anliegen vor, dass auch sozial Benachteiligte vernünftig wohnen können, was Rita Hilzinger nachvollziehen konnte. Sie erläuterte aber auch, dass der soziale Wohnungsbau durch Auflagen und Bedingungen nicht einfach zu realisieren sei. Sie sei aber in ständigem Kontakt mit Institutionen wie dem Frauenhausverein, um Lösungen für Wohnungssuchende zu erreichen

