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VV LBU 24.10.2018

Vortrag Dr.Mentzel und Dr.Laufer : BUND-Konzept zum Gewerbepark Donau Tech (Verkehr, Energie, Schall, Wasser, Luft)

Doktor Mentzel vom BUND hält eine Präsentation zum Konzept des BUND für den Donau Tech Gewerbepark (Gänsäcker Erweiterung). Der geplante Gewerbepark soll 17 ha umfassen, es sollen etwa 1300 Arbeitsplätze entstehen, dazu wird mit ca 1.000 PKWs mehr pro Tag plus Lieferverkehr gerechnet. Gleichzeitig ist das Gänsäcker Gebiet logistisch und auch sonst ziemlich ausgelastet. Der BUND vertritt daher die Auffassung, dass der Gänsäcker Ausbau von Maßnahmen zur Reduktion von Verkehr, Energieverbrauch usw. begleitet werden muss, die die zusätzliche Belastung ausgleichen. Sie haben ein Konzept ausgearbeitet, wie dies zu erreichen wäre, dieses Konzept beinhaltet unter anderem Maßnahmen in folgenden Bereichen:

  • Verkehr: Ausbau des ÖPNV, Verlängerung des Seehas bis Tuttlingen, zweiter Bahnsteig in Möhringen, Car Sharing Stützpunkt, Park&Ride ab der Autobahn (Geisingen/Tuningen)
  • Städtebau: Zusätzliche Brücken über Donau und Bundesstraße zur direkten Anbindung des Gewerbegebiets and die Stadt und den Bahnhof
  • Energie: Einsatz erneuerbarer Energien in Form von Photovoltaik Anlagen auf allen Dächern plus Gewinnung von Windenergie zB auf dem Hattinger Berg und wo möglich  Wärmerückgewinnungsanlagen
  • Hinzu kommt zB die Sammlung und Verwendung von Regenwasser, der Ausbau des „besonders großen Firmengebäudes“ zum Schallschutz usw.

Der BUND sagt, würde dieses Konzept wie vorgeschlagen umgesetzt würde die Zusatzbelastung in vielen Bereichen tatsächlich auf +-0 herauslaufen. Das Konzept wurde bereits der Stadt vorgestellt, die dem prinzipiell offen gegenübersteht, allerdings durch konkurrierende Erschließungen an anderen Orten auch unter großem Kostendruck steht. Zudem ist natürlich die Kooperation der neu angesiedelten Gewerbe, der Bahn und ÖPNV Verbände, der Stadt Möhringen usw. notwendig.

Dr. Mentzel und Dr. Laufer fassen die Situation so zusammen, dass sämtliche von ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen in Tuttlingen und Umgebung zwar neu sind, an anderer Stelle aber bereits erfolgreich erprobt und bewährt sind. Sie halten die technischen und finanziellen Herausforderungen für bewältigbar, es brauche eben nur den entsprechenden Willen von Seiten der Stadt.

Ergebnisse des LBU-Marktstands vom 5.10.2018

Es gab wieder einen Bürgerdialog Stand auf dem Wochenmarkt. Thema dieses Mal war „Wünsche für Tuttlingen“. Der Stadt wurde wieder gut aufgenommen, die Bürger wissen es zu schätzen, dass die Liste auch außerhalb des Wahlkampfs den Dialog mit den Bürgern sucht. Die teilnehmenden Räte empfanden die Gespräche auch als freundlicher und konstruktiver als während der Wahlkampfstände. Die Wünsche der Bürger wurden wieder an einer Stellwand gesammelt.

Grob zusammengefasst gab es Wünsche zu den folgenden Schwerpunkten:

  • Leben(squalität) in TUT (Stadt ohne Kaugummi, Sauberkeit, Verbot von Laubbläsern, mehr Sonne, Permanentes Kaffe und Biergarten an der Donaum, Öffentliche Grill und Liegewiese, Wasser für die Donau (7x)
  • Stadtteilentwicklung (Bäcker für die Nordstadt, Neue Liptinger Strasse)
  • Aktive Programme für komunalen Naturschutz
  • Politik/Bürgerbeteiligung (Keine AfD in den Tuttlinger Gemeinderat, Gemeinderat kocht im eigenen Senf nix neues, alte Säcke, Mehr auf Bürger hören)
  • Bauen und Wohnen (Mehr Sozialer Wohnungsbau(2x), Häuser Innenstadt sanieren und vermieten, Integration historischer Bausubstanz in Tuttlingen entwickeln)
  • Verkehr (Bus Ticket ein  Euro, Pünktlichkeit Bus und Bahn, Weiter zur Fahrrad Stadt (2x), Radwege ohne Unterbrechung)
  • Bildung (Zu viele Schüler in den Schulklassen, Geld in Bildung statt Fußgängerzone, Frühkindliche Bildung ausbauen und mehr unterstützen, Spielplätze richten, mehr Lehrer (2x)
  • Mitbürger (Zufriedenere Bürger (2x), Spontanere Bürger)
  • Zufrieden mit dem was wir haben  (4x)

 ÖPNV

Das ÖPNV Podium von LBU, OGL und Grünen am 10.10.2018 wurde gut angenommen. Die Diskussion war angeregt, viele Bürger nutzten die Gelegenheit um ihrem Frust mit dem sonst eher schlecht erreichbaren Verkehrsverbund loszuwerden. Frau Zimmer von Tuticket begegnete der geäußerten Kritik geduldig und verständnisvoll, wies aber auch darauf hin, dass wirkliche Änderungen erst im Dezember 2019 zu erwarten wären und sich für 2019 nichts mehr machen ließe.

Eine Gruppe von LBU Räten hat einen Vormittag lang eine ÖPNV Testfahrt unternommen um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Ihr Eindruck war dass die Busse akzeptabel sauber und pünktlich waren, die Busfahrer waren freundlich und hilfsbereit. Die Gruppe hatte jedoch große Schwierigkeiten an Fahrplaninformationen zu kommen und sich an den großen Abfahrtsplätzen (Bhf und ZOB) zu orientieren. Besonders der ZOB fiel ihnen als verdreckt/vernachlässigt und unübersichtlich auf.

Der vollständige Bericht kann hier eingesehen werden.

Das ÖPNV Thema wurde anschließend auch in der VV lebhaft diskutiert. Den Anwesenden sind zahlreiche Probleme bekannt, klar ist allerdings auch, dass diese, anders als die Probleme des Radverkehrs, komplizierter zu lösen sind, da jede Umstellung im ÖPNV mit den anderen Linien/Verkehrsverbünden koordiniert werden muss. Teilweise liegen auch direkt konkurrierende Interessen vor. Da dieser Punkt umfassender ist als zunächst gedacht, wurde beschlossen in der nächsten VV einen eigenen TOP dafür einzuplanen. Bis dahin können konkrete ÖPNV Probleme/Anliegen an Meike gemeldet werden, um als Arbeitsgrundlage schon einmal eine erste Liste von Problempunkten ähnlich der für den Fahrradverkehr zu sammeln.

Aktuelles aus dem Gemeinderat

  • Die LBU hat einen Antrag zum Thema „Sichere Verkehrsräume vor Schulen und Kindertageseinrichtungen in Tuttlingen” eingereicht. Der Antrag kann unter https://www.lbu-tuttlingen.de/wp-content/uploads/2018/04/181022_Sichere-Verkehrsr%c3%a4ume-vor-Schulen-u-Kindertageseinrichtungen.pdf angesehen werden.
  • Die Maßnahmen zur Verbesserung des Tuttlinger Radverkehrs kommen gut voran und haben durch das überraschend gute Stadtradeln Ergebnis nochmal zusätzlichen Rückenwind erhalten. Einige Maßnahmen sind noch finanzierungsabhängig, insgesamt geht es aber gut voran und erste Ergebnisse sind schon zu sehen.
  • Seitens der LBU wurde eine Anfrage an die Verwaltung zum Thema Armut in Tuttlingen gestellt. Sie möchte Zahlen zur Menge/Zusammensetzung der Betroffenen, Hilfsangeboten etc.
  • Der Gemeinderat hat dem Bau von zwei neuen großen Parkdecks beim TuWass und in der Brunnenstraße zugestimmt. Diese Parkplätze sind Voraussetzung dafür das Parken in den Straßen der Innenstadt weiter einzuschränken.

 

 

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